Sindelar-Methode

Die Methode SINDELAR wurde von Frau Dr. Brigitte Sindelar zur Erfassung und Behandlung von Teilleistungsschwächen entwickelt. Sie basiert auf Erkenntnissen aus der Entwicklungspsychologie und bedient sich des Wahrnehmungsmodells nach F. Affolter.

Der Anwendungsbereich liegt vom Kindergartenalter bis ins Erwachsenenalter.

Am Anfang der Methode stehen Gespräche mit den Eltern sowie mit dem Kind selbst. Eine eingehende Diagnostik verfolgt das Ziel, herauszufinden, ob die Schwierigkeiten des Patienten durch eine Teilleistungsschwäche verursacht sind und in welchem Bereich die Teilleistungsschwäche liegt.

In der Überprüfung wird differenziert zwischen den Bereichen der visuellen, auditiven, taktil-kinästhetischen, intermodalen und seriellen Fähigkeiten. Diese basalen Fähigkeiten gliedern sich wiederum in die Ebenen der Aufmerksamkeit, der Wahrnehmung und des Gedächtnisses. Somit lässt sich sehr genau feststellen, auf welcher Ebene der Entwicklung es Verzögerungen gibt, so dass spezifisch und isoliert gefördert werden kann.

Das Erstellen eines Trainingsplans erfolgt nach dem Prinzip der Individualität, so dass es keinen festen Zeitplan gibt.

Ausschließlich der individuelle Entwicklungsfortschritt des Kindes sollte den Ablauf gestalten. Die Abfolge der einzelnen Übungen nach Schwierigkeits- und Komplexitätsgrad ist von der leichtesten zur schwierigsten Übung nachvollziehbar gestuft. Die Dauer der gesamten Behandlung variiert sehr stark und ist von vielen Faktoren abhängig. An erster Stelle hängt sie davon ab, ob eine oder mehrere Teilleistungen betroffen sind.

Die SINDELAR- Methode versteht sich als Chance, dem Kind eine harmonische Entwicklung zu bieten.