Matheschwäche / Dyskalkulie

Matheschwäche

Da in der Mathematik die meisten Lerninhalte sachlogisch streng aufeinander aufbauen, kann neuer Lernstoff nicht verarbeitet werden, wenn es Lücken im Lernprozess gibt. Deshalb ist es notwendig, dass sich die Förderung bei einer diagnostizierten Dyskalkulie nicht nur am aktuellen in der Schule vermittelten Stoff, sondern auch am individuellen Wissensstand Ihres Kindes orientiert. So können von Anfang an Erfolgserlebnisse und Spaß am Lernen vermittelt werden, die Stärken des Kindes rücken in den Fokus, es kann wieder an sich selbst glauben, ein neues, stabiles Selbstwertgefühl entwickeln und somit letztendlich auch den Anschluss an das geforderte Klassenziel erreichen.

Das Lernen mit allen Sinnen macht mathematische Strukturen begreifbar, gezielte Automatisierungsübungen ermöglichen daraufhin den schnellen Umgang mit wichtigen Rechenbereichen, wie z. B. dem Einmaleins.

Symptome einer Rechenschwäche:

  • Schon im Kindergartenalter können erste Auffälligkeiten auftreten. Kinder, die eine Rechenschwäche entwickeln, spielen häufig nicht gern mit Bauklötzen oder Lego, auch Spiele wie Memory oder Puzzles, die das räumlich-visuelle Vorstellungsvermögen beanspruchen, mögen sie nicht sonderlich.
  • Kinder mit einer Rechenschwäche verwechseln oft Begriffe wie rechts und links oder oben und unten, zudem finden sie sich manchmal nur recht unbeholfen im Raum zurecht. Vergleiche wie größer/kleiner oder länger/kürzer fallen ihnen schwer – sie scheinen keine Vorstellungen von Größen- oder Mengenverhältnissen zu haben.
  • Diese Kinder rechnen noch mit den Fingern, wenn ihre Mitschüler dies schon lange nicht mehr machen, und sie halten einmal erklärte Rechenwege ein, ohne jedoch deren Sinn zu verstehen. Sie verrechnen sich häufig um 1 und bemerken nicht, dass das gefundene Ergebnis falsch ist.
  • Die Uhrzeit wird bevorzugt von einer Digitaluhr abgelesen, die Dauer einer Tätigkeit kann nur schwer eingeschätzt werden.
  • Textaufgaben scheinen für Kinder mit Rechenschwäche ein Buch mit sieben Siegeln zu sein. Sie sind meistens nicht in der Lage, die Aufgabenstellung zu entschlüsseln und vollständig zu bearbeiten.

Ausbleibende Erfolgserlebnisse und das Gefühl, mit gestellten Problemen nicht fertig werden zu können, führen dazu, dass in der Regel alles vermieden wird, was mit Rechnen oder Mathematik zu tun hat. Gut gemeinte, aber für alle Beteiligten sehr aufreibende zusätzliche Übungen zu Hause am Nachmittag resultieren meist in weiteren Misserfolgen – ein wahrer Teufelskreis!

Rechenschwache Kinder benötigen individuelle Hilfe.

Aus diesem Grund berücksichtige ich die spezifische Lernausgangslage jedes Schülers und erstelle ein persönliches Maßnahmenprogramm. So kann ich auf die individuellen Eigenarten und Störungen des Lernprozesses mit adäquaten Lehr- und Lernformen eingehen, die in Abhängigkeit von den Entwicklungsfortschritten während unserer Arbeit ständig aktuell variiert werden können.